Ministerpräsidentin Schwesig spricht bei SPD- Wahlkampfveranstaltung auf dem Neubrandenburger Marktplatz

Die SPD spricht immer weniger Bürger mit ihren alten Konzepten an

Die SPD Spitzenkandidaten Vanessa Freund, Erik von Malottki luden heute alle interessierten Bürger zu einer Wahlkampfveranstaltung auf den Neubrandenburger Marktplatz ein. Als Hauptrednerin wurde die MV- Ministerpräsidentin, Manuela Schwesig, erwartet. Eine kleine Bühne, eine alte Feuerwehr, Bratwurstgrill, Bierzeltgarnituren, Stehtische, mobile Pavillons, viele SPD- Werbeposter, Merchandising- Artikel und eine SPD 60 Plus-Tombola waren eigens für die Wahlkampfveranstaltung auf einer Fläche von knapp 1000 Quadratmetern aufgestellt worden. Musiker spielten zum Veranstaltungsauftakt. Trotz dunkler Wolken und Gewittergrollen im hohen Himmel versammelten sich schätzungsweise 250 Menschen (unverbindliche Schätzung von viertorestadt.de ) auf dem und rund um den Neubrandenburger Marktplatz. Deutlich sichtbar präsentierten sich die Protestbewegungen unterschiedlicher Strömungen (Spaziergänger, Gegenwind-Initiative, Friedens-Aktivisten und die Oppositionspartei AfD). Knapp 2/3 der 250 Zuhörer waren parteiliche Würdenträger,  Gewerkschaftsfunktionäre, SPD-Mitglieder, Pensionäre und Rentner. Hinzu kam eine Menge von  Personenschützern, von denen nicht jeder einen Anzug trug. Auch Neubrandenburgs Oberbürgermeister N.Klose war unter den Zuhörern. Jugendliche und Jungwähler suchte man im anwesenden Publikum vergebens. Im Vorfeld der Wahlkampfveranstaltung kamen SPD-Anhänger und Protestler ins Gespräch.
Doch Versammlungsbehörden und Polizei gingen leise und gezielt gegen die Verlautbarung anderer Meinungen vor: Die Spaziergänger bekamen ständig andere Plätze auf dem Marktplatz zugewiesen, so dass im Endeffekt die Spaziergänger-Versammlung nur bis zum Auftritt von Ministerpräsidentin Schwesig geballt auftreten konnte. Die Polizei verwies die Spaziergänger in den unsichtbaren Bereich, hinter die großen SPD- Werbeaufsteller. Als friedliche Protest- Antwort mischten sich wiederum nun viele Transparent- Träger unter das Publikum, denn 2 Menschen und ein Transparent und weitere Protestler im Mindestabstand von 5 Metern gelten nicht als Versammlung…. Das erinnerte an den Wettlauf von Hase und Igel. 

Anders erging es Robert Schnell von der AfD, der mit 5 Transparenten und 6 Parteifreunden sich als Team Neubrandenburg auf der Stargarder Straße, außerhalb von Versammlungsraum und Marktplatz präsentierte. Herr Schnell erhielt von der Polizei eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.
Ministerpräsidentin Schwesig argumentierte in ihrer Rede blass und vor allem gegen die AFD: „Schön, dass die AFD an der Seite steht, sie steht an der Seite der Mineralölkonzerne, wir stehen auf der Seite der Pendler.“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.


„Wenn ich Ministerpräsidentin bleibe, dann bleiben gebührenfreie Krippe, Kita, Kindergarten und Hort.“ Die Rede von Manuela Schwesig beinhaltete keine Visionen und keine Antworten, auf aktuelle Fakten und Ereignisse, die dem mündigen Wahlbürger und der Wirtschaft unter den Nägeln brennen: Firmenpleiten, Energiekosten, kaputte Straßen, kaputte Brücken, eine desolate Bahn, Asylrecht, Migration, Zensur, öffentliche Verschuldung, leere Kassen, Steuerlast und die Sorge um den Erhalt des Friedens kamen nicht zur Sprache. Deutlich sprach sich Ministerpräsidentin Schwesig für den weiteren Ausbau von Windkraftwerken aus. Hat sie bei ihrer Anreise die windverspargelte Landschaft rund um die A20 bei Altentreptow nicht wahr genommen, hat sie den Gegenwind- Protest vor ihrer Wahlkampfbühne nicht sehen wollen? Auf Grund vieler dieser von SPD Landes und Bundesregierung verursachten Probleme und mit dem Blick ins leere Portemonnaie wird in der bevorstehenden Landtagswahl der mündige Wahlbürger vermutlich sein Kreuz für eine Veränderung machen.

Insgesamt sprach unsere Ministerpräsidentin über viele Bundesthemen, weniger über Landesthemen und schon gar nicht über Sachthemen, die Neubrandenburg betreffen.
Die SPD und sie als Ministerpräsidentin von Mecklenburg- Vorpommern setze sich für Rentner und Senioren ein. Das Seniorenticket und Azubiticket möchte sie weiter entwickeln. Woher das viele Geld kommen soll, wo das alles erwirtschaftet werden könnte, darüber sprach kein SPD-Funktionär auf der Wahlkampfbühne. Kein Wort zur Zuckersteuer und andere Grausamkeiten, die dem Michel den letzten Taler aus der Tasche rauben. 

Frau Schwesig bat die Anwesenden am 20.09. um ihr Vertrauen und auch um die zweite Stimme, die Ministerpräsidentenstimme. An dieser Stelle sei von viertorestadt.de erwähnt, dass der Wähler mit seiner Erststimme den Direktkandidaten und mit der Zweitstimme eine Partei wählt. Der Ministerpräsident wird vom konstituierten Landtag gewählt. Eine Ministerpräsidentenstimme bei der Wahl? Die gibt es nicht! 

In einem Nebensatz warb Frau Ministerpräsidentin Schwesig zugleich auch für die Briefwahl. Auf viele Aspekte der Ministerpräsidentin-Rede erschallte ein Pfeif- Konzert und laute Buh- Rufe. Frau Schwesig konterte: Sie stehe für ein freies und friedliches Land und man solle nicht alles niederbrüllen. Haben sich die heute von der Polizei gemaßregelten Menschen bei ihren Protestaktionen frei gefühlt?

„Frieden, Frieden, Frieden, Frieden“ schallte eine gewaltige Antwort besorgter Bürgerinnen und Bürger über den Marktplatz.
Nach einem gemeinsamen Bühnenselfie wünschte Herr Malottki gute Gespräche. Davon wurde von den Anwesenden neben der Bühne reger Gebrauch gemacht. Ob auch die Vertreter aus den Reihen der Protestierenden die Chance bekamen, ihre Sorgen und Nöte vorzutragen?

Schreibe einen Kommentar